When Cultures mix
Im ersten Halbjahr 2023 hat sich das Team von der WUK Arbeitsassistenz im Zuge eines interessanten Erasmus+ Projekts gleich zweimal auf die Reise gemacht. Im Februar ging es nach Bratislava, im Juni dann nach Rumänien. Und dies kam so:
Die Pandemie stellte Organisationen und Institutionen, die im Bereich der beruflichen Inklusion benachteiligter Jugendlicher arbeiten, vor vielfältige Herausforderungen. Einerseits musste schnell an einer Anpassung der Beratungsmöglichkeiten gearbeitet werden, um die Jugendlichen auch in Phasen des Lockdowns bzw. physical distancings weiter unterstützen zu können, und andererseits waren Praktikumsmöglichkeiten und der Zugang zu Jobs in begehrten Branchen teilweise erschwert.
Folglich wurden seitens der Berater_innen vielfältige, teils auch kreative Maßnahmen entwickelt, um ihre Arbeit an die Situation anzupassen und die Unterstützung der Zielgruppen auch in Krisenzeiten sicherzustellen. Ein strukturierter Austausch zu diesen Themen über Organisations- und sogar Ländergrenzen hinweg, um voneinander zu lernen und sich in diesen herausfordernden Zeiten auszutauschen, war bis dato nicht üblich bzw. passierte nur punktuell.
Während des Aufenthaltes in Bratislava war die Teilnehmer_innen im Hotel BIVIO untergebracht. Das Besondere an diesem schönen Hotel ist, dass der Großteil der Mitarbeiter_innen Menschen mit einer psychischen oder physischen Beeinträchtigung sind. Der Direktor des Hotels berichtet von positiven Erfahrungen, die Zusammenarbeit läuft mit entsprechenden Anpassungen sehr gut.
Auch auf dem Programm stand der Besuch der NGO TENENET, der ebenfalls einen guten Einblick in den dort praktizierten interdisziplinären Ansatz in der beruflichen Inklusion benachteiligter Jugendlicher in der Slowakei lieferte.
Ernergizer „Gunpersons“ hieß eine von der rumänischen Delegation vorgestellte Methode. Und nun die Österreicher_innen: „Train game“ war eine der Übungen, die im Rahmen von Anti-bias-Trainings eingesetzt werden.
Für die Kollegen der Arbeitsassistenz war neben dem Erlernen von neuen Methoden, insbesondere der informelle Austausch mit Kollegen_innen aus anderen Ländern wie z.B. Armenien wertvoll und interessant, wo es recht unterschiedliche Ansätze und Entwicklungen beim Thema Inklusion gibt.
So sagte eine Kollegin aus Armenien treffend: “when cultures mix – new methodology and ideas are created“.
Der letzte Teil des IDEA-Projektes findet im November in Spanien statt, wo die Methodensammlung weiterbearbeitet und für die Veröffentlichung des Handbuchs Anfang 2024 finalisiert wird.
Text und Fotos: Franz Heschl sowie Team der WUK Arbeitsassistenz